Der Beruf des Maurers (und in sehr seltenen Fällen der Maurerin) ist ein alter, traditionsreicher und Kultur schaffender Beruf. Viele berühmte, Jahrhunderte alte Bauwerke weisen auf die Leistungsfähigkeit der Maurer hin. Auch heute noch erwartet man vom Maurer, dass er einen Großteil der am Rohbau anfallenden Arbeiten ausführen kann. Die Ausbildung ist dementsprechend breit und anspruchsvoll angelegt. Die Arbeiten beginnen mit dem Verlegen der Grundstücksentwässerung (Abwasserleitungen im Baugrund). Der Maurer stellt die Gründung her (Fundamentplatte, Streifenfundamente, ...) und betoniert oder mauert die Kellerwände. Er stellt die Geschossdecken in traditioneller Ort-betonbauweise (Einschalen, Bewehren, Betonieren) oder als Systemdecken ((Teil-)-Fertigteildecken, Spannbetondecken) her. Außenwände versieht er mit Wärmedämmung und verblendet sie. Auch vorbereitende Arbeiten wie das Einrichten und Auswinkeln der Baustelle, der Gerüstbau und die Unfallverhütung gehören zu seinen Tätigkeiten.
Die Anforderungen für die erfolgreiche Ausübung des Berufs sind:
Die Ausbildung zum Maurer wird in dualer Form durchgeführt. Die praktische Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb und in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte, die theoretische in der Berufsschule statt. Sie wird als Stufenausbildung durchgeführt. Die Grundstufe dauert zwei Jahre (möglicher Abschluss: Hochbaufacharbeiter), die Fachstufe dauert ein Jahr und endet mit der Fachprüfung als Maurer. Im Bauhandwerk wird ein Ausbildungsvertrag i.A. über drei Jahre abgeschlossen mit dem Ausbildungsziel Maurer.weiter >>